Wie wir gelernt haben, ist der Maßstab das Verhältnis zwischen einer abgebildeten Größe und der entsprechenden Größe in der Wirklichkeit. Das heißt, statt ein Haus 5 m hoch auf Papier zu zeichnen, zeichnen wir es nur 5 cm hoch.

500 cm entsprechen 5 cm. Es wurde um das 100-fache verkleinert. Das heißt, der Maßstab ist damit 1 : 100 (Verkleinerung).

Um solch eine Zeichnung mit den korrekten verkleinerten Längen zu erstellen, müssen wir die Originallängen durch den Verkleinerungsfaktor dividieren.

Hierzu muss jede Strecke (Länge) durch den gleichen Verkleinerungsfaktor dividiert werden.

Folgende Situation sei gegeben:

Wir haben eine rechteckige Grundstücksfläche mit 50 m Breite und 25 m Länge. Darauf steht ein Haus mit den Maßen 20 m Breite und 15 m Länge.

Nun sollen wir hierfür eine passende Zeichnung anfertigen.

Da wir 50 m nicht auf DIN-A4-Papier (29,7 cm lang und 21 cm breit) zeichnen können, müssen wir uns überlegen, wie wir die gegebenen Strecken verkleinern können, damit sie auf das Papier passen.

Wenn wir den größten Wert, also 50 m bzw. 5 000 cm durch 10 teilen würden, so wäre die zu zeichnenden Strecke 5 000 cm : 10 = 500 cm lang. Dies ist zu breit für das Papier.

Wenn wir 5 000 cm durch 100 teilen würden, so wäre die zu zeichnenden Strecke 5 000 cm : 100 = 50 cm. Auch dies ist zu breit für das Papier.

Wenn wir 5 000 cm durch 500 teilen würden, so wäre die zu zeichnenden Strecke 5 000 cm : 500 = 10 cm. Eine Strecke von 10 cm lässt sich sehr gut auf DIN-A4-Papier zeichnen. Also wählen wir einen Maßstab von 1: 500.

Damit ergeben sich:

Originallänge Umrechnung
(gemäß Maßstab)
Zeichenlänge
50 m = 5 000 cm :500 10 cm
25 m = 2 500 cm :500 5 cm
20 m = 2 000 cm :500 4 cm
15 m = 1 500 cm :500 3 cm

Zeichnen wir noch das Haus in die Zeichnung ein (ebenfalls im Maßstab 1:500):

Abschließend können wir die Werte der Originallängen (Meter-Angaben) an die Strecken schreiben:

Das ist unsere fertige Zeichnung des Grundstückes und des Hauses im Maßstab 1 : 500. Das heißt, 500 mal verkleinert.

Zurück zum Lernpfad